So lange wie es die Sonne von Frühjahr bis Herbst zulässt, dauert Münchens Biergartenzeit. Bei schönem Wetter und milden Temperaturen öffnen einige Biergärten auch schon früher. Ob Jung oder Alt, Reich oder Arm, im Biergarten treffen sich die Münchner, um gemeinsam die weltberühmte Gemütlichkeit bei einer frischen Maß Bier zu genießen. Die zünftige Brotzeit darf dabei natürlich nicht fehlen - Mitbringen ist deshalb ausdrücklich gestattet!
In München, Murnau und in der Gegend von Kochel am See entwickelte sich im frühen 20. Jahrhundert eine zukunftsweisende Kunstrichtung in der Malerei: der Expressionismus. Als Wassily Kandinsky und Gabriele Münter gemeinsam mit Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin im Sommer 1908 nach Murnau kamen, entstand ein Stil, der nicht mehr dem Vorbild der Natur im gewohnten Sinne folgte, sondern den subjektiven Eindruck erfasste und die vorangegangene "impressionistische" Malweise völlig hinter sich ließ.
Von Murnau nach München
Im Salon von Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlensky in der Giselastraße traf sich die künstlerische Avantgarde. Die Aktivitäten, mit denen die Künstler großes Aufsehen in München erregten, mündeten in der Herausgabe eines programmatischen Almanachs. Um die beiden Herausgeber und Maler Wassily Kandinsky und Franz Marc bildete sich eine Gruppe von gleich gesinnten Künstlern, die nach ihrem Almanach "Der Blaue Reiter" benannt wurde. Im Dezember des Jahres 1911, vor hundert Jahren, veranstaltete die Gruppe ihre erste Ausstellung in der Modernen Galerie Thannhauser. Mit ihren expressiven, stark farbigen Bildern, gingen die Künstler des Blauen Reiters neue Wege in der Kunst und leiteten den Expressionismus in Deutschland ein.
































